Kulturdorfjahr 2006: dänische Musiker am Platz zum Schachspiel Kulturdorfjahr 2006: Niederländer stellen das Gemälde von Rembrand "De Badwacht" nach

Harvest - Die Ernte

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"Wijk aan Zee schuf 1999 das Netzwerk der elf Europäischen Dörfer. Das einzige Kriterium für die Auswahl war die Antwort “Ja” auf die Frage: “Gibt es eine Zukunft für Dörfer, ein Dorf zu sein im 21. Jahrhundert?” Die Aktion begann als ein Einjahresprojekt. Zehn Dörfer finanzierten ihre Reise nach Wijk aan Zee und jeden Monat erschienen 40 Bewohner aus einem der Dörfer in Wijk aan Zee. In der ersten Hälfte des Jahres 1999 wurde bereits
deutlich, dass alle Dörfer des neuen Netzwerkes die anderen Dörfer zu sich einladen wollten. 2001 wurde ein Besuchsplan gemacht bis 2010. In der Zwischen- zeit fragte ein weiteres Dorf an (Kirchheim in Österreich), Mitglied des Netzwerkes zu werden. So begannen wir eine sehr intensive Reise durch zwölf Europäische Länder. Es wurde eine Entdeckungstour.
Kulturdorfjahr 2006: spannische Musiker und Tänzer auf dem Platz zum Schachspiel

Was wir entdeckten

1. Das Dorfkonzept - die Menschen sind das Dorf Das Konzept von einem Dorf, das die Menschen haben, ist für gewöhnlich das von einem romantischen Dorf für den Urlaub aber nicht von realen Menschen. Ein Dorf ist eine Gemeinschaft von Menschen, unperfekt und warm. Die Dorfwelt ist eine Welt der Menschen und nicht der Architektur, Flüsse, Natur oder Landschaft. Es hängt alles von der Qualität dieser Gemeinschaft, von Menschen ab, welche Charakterisierung das Dorf verdient. 2. Gastfreundschaft wird unterschätzt Die Einwohner all dieser Dörfer kamen nach Wijk aan Zee 1999. Es waren über 600 Menschen die verteilt auf 13 Wochenenden in Gastfamilien untergebracht werden mussten. Seither gab es kein oder nur ein kleines Budget für diese Austauschbegegnungen und die Dorfbewohner erfanden die Gastfreundschaft neu. In den letzten zehn Jahren wurde es ein Teil ihrer Kultur. Sie begannen Kultur neu zu definieren. Gastfreundschaft wurde die Basis der Dorfkultur, es gehörte zur Lebenskunst.
3. Die Sprache der Kunst und Kultur kann eine Form der Kommunikation sein. Die Dörfer sprechen elf verschiedene Sprachen und die meisten Teilnehmer kennen nicht genug Sprachen, um sich unterhalten zu können. So benutzten sie die Werkzeuge der Kunst. Die Entdeckung der kulturellen Mittel wie Musik, Theater, plastische Kunst und Essen für die Kommunikation wurde Realität. 4. Dörfer haben spezialisiertes Wissen - lokales Wissen Wir entdeckten, dass die lokalen Umstände wichtig sind für alles was in der Welt passiert. So gelangten wir zu dem Konzept, dass es neben dem theoretischen und spezialisierten Wissen auch das lokale Wissen gibt. Dies sollte als ein wichtiger Teil des Wissens anerkannt werden bei der Entwicklung und Umsetzung von Plänen, als ein Partner der wissenschaftlichen Kenntnisse. Wir entdeckten einen Weg, wie wir das Wissen der älteren Menschen einfangen können, ein Wissen das vernachlässigt wurde, weil sich die Welt so schnell verändert, dass die Kenntnisse der älteren Menschen überholt sind.
Nach 12 Jahren Kulturdörfern blickten die Mitglieder zurück und “ernteten” ihre Erfahrungen. Einen Eindruck von den Ergebnissen gibt dieser  » Film sowie die Erklärung, die der Begründer des Netzwerkes der Kulturdörfer Europas, Bert Kisjes,  am 14. November 2008 in Brüssel auf der EU Konferenz “Europa für Bürger Forum” gab. (dies ist eine Zusammenfassung des Beitrages)
5. verschiedene Naturkonzepte Wir entdeckten, dass die Art wie Bauern über die grüne Welt sprechen verglichen mit denen, die gern in die Natur gehen, sehr verschieden ist. Wir versuchen beide Konzepte von Natur zu verstehen. Daraus hoffen wir weiter gehen zu können und ein besseres Konzept von dem Umgang mit dem Land zu entwickeln. 6. Dörfer sind offen Während der Austauschbegegnungen waren die Gemeinden offen für jeden. Viele Außenstehende sind gewöhnt an geschlossene Dörfer und werden nur hören, was sie hören wollen. Wir aber entdeckten den Charme all dieser offenen Gemeinden.
7. Du brauchst nicht immer einen kompletten Plan um Dinge geschehen zu lassen - du brauchst nur den Antrieb. Das Projekt der Zwölf basiert nicht auf einem großen Plan, der im Voraus entworfen wurde. Es begann einfach und entwickelte sich weiter so wie das Leben selbst wächst. Der Plan hat den Charakter einer organisch wachsenden Pflanze. Nach zwölf Jahren sind die zwölf Dörfer zu Überzeugungen gekommen. Sie werden formulieren, was sie entdeckt haben: was der Beitrag von kleinen Gemeinden sein könnte für die Europäische Gesellschaft als Ganzes. Das wird formuliert werden in einem Projekt. Wir nennen es: HARVEST - Ernte.”
Schachdorf Ströbeck
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Kulturdorfjahr 2006: dänische Musiker am Platz zum Schachspiel Kulturdorfjahr 2006: Niederländer stellen das Gemälde von Rembrand "De Badwacht" nach

Harvest - Die Ernte

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"Wijk aan Zee schuf 1999 das Netzwerk der elf Europäischen Dörfer. Das einzige Kriterium für die Auswahl war die Antwort “Ja” auf die Frage: “Gibt es eine Zukunft für Dörfer, ein Dorf zu sein im 21. Jahrhundert?” Die Aktion begann als ein Einjahresprojekt. Zehn Dörfer finanzierten ihre Reise nach Wijk aan Zee und jeden Monat erschienen 40 Bewohner aus einem der Dörfer in Wijk aan Zee. In der ersten Hälfte des Jahres 1999 wurde bereits
deutlich, dass alle Dörfer des neuen Netzwerkes die anderen Dörfer zu sich einladen wollten. 2001 wurde ein Besuchsplan gemacht bis 2010. In der Zwischen- zeit fragte ein weiteres Dorf an (Kirchheim in Österreich), Mitglied des Netzwerkes zu werden. So begannen wir eine sehr intensive Reise durch zwölf Europäische Länder. Es wurde eine Entdeckungstour.
Kulturdorfjahr 2006: spannische Musiker und Tänzer auf dem Platz zum Schachspiel

Was wir entdeckten

1. Das Dorfkonzept - die Menschen sind das Dorf Das Konzept von einem Dorf, das die Menschen haben, ist für gewöhnlich das von einem romantischen Dorf für den Urlaub aber nicht von realen Menschen. Ein Dorf ist eine Gemeinschaft von Menschen, unperfekt und warm. Die Dorfwelt ist eine Welt der Menschen und nicht der Architektur, Flüsse, Natur oder Landschaft. Es hängt alles von der Qualität dieser Gemeinschaft, von Menschen ab, welche Charakterisierung das Dorf verdient. 2. Gastfreundschaft wird unterschätzt Die Einwohner all dieser Dörfer kamen nach Wijk aan Zee 1999. Es waren über 600 Menschen die verteilt auf 13 Wochenenden in Gastfamilien untergebracht werden mussten. Seither gab es kein oder nur ein kleines Budget für diese Austauschbegegnungen und die Dorfbewohner erfanden die Gastfreundschaft neu. In den letzten zehn Jahren wurde es ein Teil ihrer Kultur. Sie begannen Kultur neu zu definieren. Gastfreundschaft wurde die Basis der Dorfkultur, es gehörte zur Lebenskunst.
3. Die Sprache der Kunst und Kultur kann eine Form der Kommunikation sein. Die Dörfer sprechen elf verschiedene Sprachen und die meisten Teilnehmer kennen nicht genug Sprachen, um sich unterhalten zu können. So benutzten sie die Werkzeuge der Kunst. Die Entdeckung der kulturellen Mittel wie Musik, Theater, plastische Kunst und Essen für die Kommunikation wurde Realität. 4. Dörfer haben spezialisiertes Wissen - lokales Wissen Wir entdeckten, dass die lokalen Umstände wichtig sind für alles was in der Welt passiert. So gelangten wir zu dem Konzept, dass es neben dem theoretischen und spezialisierten Wissen auch das lokale Wissen gibt. Dies sollte als ein wichtiger Teil des Wissens anerkannt werden bei der Entwicklung und Umsetzung von Plänen, als ein Partner der wissenschaftlichen Kenntnisse. Wir entdeckten einen Weg, wie wir das Wissen der älteren Menschen einfangen können, ein Wissen das vernachlässigt wurde, weil sich die Welt so schnell verändert, dass die Kenntnisse der älteren Menschen überholt sind.
Nach 12 Jahren Kulturdörfern blickten die Mitglieder zurück und “ernteten” ihre Erfahrungen. Einen Eindruck von den Ergebnissen gibt dieser  » Film sowie die Erklärung, die der Begründer des Netzwerkes der Kulturdörfer Europas, Bert Kisjes,  am 14. November 2008 in Brüssel auf der EU Konferenz “Europa für Bürger Forum” gab. (dies ist eine Zusammenfassung des Beitrages)
5. verschiedene Naturkonzepte Wir entdeckten, dass die Art wie Bauern über die grüne Welt sprechen verglichen mit denen, die gern in die Natur gehen, sehr verschieden ist. Wir versuchen beide Konzepte von Natur zu verstehen. Daraus hoffen wir weiter gehen zu können und ein besseres Konzept von dem Umgang mit dem Land zu entwickeln. 6. Dörfer sind offen Während der Austauschbegegnungen waren die Gemeinden offen für jeden. Viele Außenstehende sind gewöhnt an geschlossene Dörfer und werden nur hören, was sie hören wollen. Wir aber entdeckten den Charme all dieser offenen Gemeinden.
7. Du brauchst nicht immer einen kompletten Plan um Dinge geschehen zu lassen - du brauchst nur den Antrieb. Das Projekt der Zwölf basiert nicht auf einem großen Plan, der im Voraus entworfen wurde. Es begann einfach und entwickelte sich weiter so wie das Leben selbst wächst. Der Plan hat den Charakter einer organisch wachsenden Pflanze. Nach zwölf Jahren sind die zwölf Dörfer zu Überzeugungen gekommen. Sie werden formulieren, was sie entdeckt haben: was der Beitrag von kleinen Gemeinden sein könnte für die Europäische Gesellschaft als Ganzes. Das wird formuliert werden in einem Projekt. Wir nennen es: HARVEST - Ernte.”
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