Gemälde von Waldemar Plaisant: Ströbecker Soldaten bewachen Gefangenen des Bischofs von Halberstadt, der ihnen das Schachspiel beibringt

Die Heimat des

Schachspiels

» Film: Ströbecker Schachtradition
Legenden erzählen, dass im 11. Jh., frühestens 1011, der Halberstädter Bischof einen vornehmen Kriegsgefangenen im Ströbecker Wartturm festsetzen ließ. Die Bauern, die ihn bewachten, behandelten ihn gut und er lehrte sie das Schachspiel. Seither wurde das Spiel von Generation zu Generation weitergegeben bis in unserer Tage.
Die erste Erwähnung Ströbecks in Verbindung mit Schach ist datiert auf 1515. Die außergewöhnliche Spielweise der Ströbecker, die bis ins frühe 20. Jh. erhalten geblieben war, deutet daraufhin, dass das Schachspiel viel früher in das Schachdorf gekommen sein muss. Die Schachtradition in Ströbeck ist wahrscheinlich beinah genauso alt wie das Schachspiel in Europa.
Im ersten deutschsprachigen Schachbuch von 1616 widmete Herzog August d.J. zu Braunschweig- Lüneburg (alias Gustavus Selenus) dem Ströbecker Schach ein ganzes Kapitel und das Dorf wurde in ganz Europa bekannt. 1913 beschäftigte sich H.J.R. Murray in seinem Buch "A History of Chess", welches auch "the bible of chess" genannt wird, in fünf Kapiteln mit Ströbeck und seiner Spielweise. In der internationalen Schachpresse finden sich seit dem 19. Jh. zahlreiche Artikel zu Ströbeck sowie Erlebnisberichte. Schachautoren, Journalisten, Literaten und Schachmeister kamen nach Ströbeck und berichteten darüber. Ab dem 20. Jh. kamen Filme, TV- und Radiodokumentationen dazu.
1883 wurde der » Ströbecker Schachverein  gegründet und 1886 der erste Frauenschachverein Deutschlands. In dieser Zeit begannen die Ströbecker, sich der internationalen Spielweise zu öffnen. Damit wurden Schachkongresse und Turniere in Ströbeck möglich. Seit 1960 findet jährlich das internationale Mai-Schachturnier statt, welches gleichzeitig ein fröhliches Dorffest ist. Große Schachspieler besuchten das Dorf für unvergessene Simultanspiele und nationale wie internationale Turniere wurden in Ströbeck veranstaltet, wie das Deutsche Sparkassenturnier oder das Internationale Deutsche Jugendschachturnier des Deutschen Schachbundes.
Zeichnung von Hermann Lüders, 1890: Schachturnier in Ströbeck im “Gasthaus zum Schachspiel”
Schachdorf Ströbeck
Zeichnung von Hermann Lüders, 1890: Schachturnier in Ströbeck im “Gasthaus zum Schachspiel”
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Gemälde von Waldemar Plaisant: Ströbecker Soldaten bewachen Gefangenen des Bischofs von Halberstadt, der ihnen das Schachspiel beibringt

Die Heimat des

Schachspiels

» Film: Ströbecker Schachtradition
Legenden erzählen, dass im 11. Jh., frühestens 1011, der Halberstädter Bischof einen vornehmen Kriegsgefangenen im Ströbecker Wartturm festsetzen ließ. Die Bauern, die ihn bewachten, behandelten ihn gut und er lehrte sie das Schachspiel. Seither wurde das Spiel von Generation zu Generation weitergegeben bis in unserer Tage.
Die erste Erwähnung Ströbecks in Verbindung mit Schach ist datiert auf 1515. Die außergewöhnliche Spielweise der Ströbecker, die bis ins frühe 20. Jh. erhalten geblieben war, deutet daraufhin, dass das Schachspiel viel früher in das Schachdorf gekommen sein muss. Die Schachtradition in Ströbeck ist wahrscheinlich beinah genauso alt wie das Schachspiel in Europa.
Im ersten deutschsprachigen Schachbuch von 1616 widmete Herzog August d.J. zu Braunschweig- Lüneburg (alias Gustavus Selenus) dem Ströbecker Schach ein ganzes Kapitel und das Dorf wurde in ganz Europa bekannt. 1913 beschäftigte sich H.J.R. Murray in seinem Buch "A History of Chess", welches auch "the bible of chess" genannt wird, in fünf Kapiteln mit Ströbeck und seiner Spielweise. In der internationalen Schachpresse finden sich seit dem 19. Jh. zahlreiche Artikel zu Ströbeck sowie Erlebnisberichte. Schachautoren, Journalisten, Literaten und Schachmeister kamen nach Ströbeck und berichteten darüber. Ab dem 20. Jh. kamen Filme, TV- und Radiodokumentationen dazu.
1883 wurde der » Ströbecker Schachverein  gegründet und 1886 der erste Frauenschachverein Deutschlands. In dieser Zeit begannen die Ströbecker, sich der internationalen Spielweise zu öffnen. Damit wurden Schachkongresse und Turniere in Ströbeck möglich. Seit 1960 findet jährlich das internationale Mai-Schachturnier statt, welches gleichzeitig ein fröhliches Dorffest ist. Große Schachspieler besuchten das Dorf für unvergessene Simultanspiele und nationale wie internationale Turniere wurden in Ströbeck veranstaltet, wie das Deutsche Sparkassenturnier oder das Internationale Deutsche Jugendschachturnier des Deutschen Schachbundes.
Zeichnung von Hermann Lüders, 1890: Schachturnier in Ströbeck im “Gasthaus zum Schachspiel”
Schachdorf Ströbeck
Zeichnung von Hermann Lüders, 1890: Schachturnier in Ströbeck im “Gasthaus zum Schachspiel”
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